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Die wichtigsten Neuerungen in 2007

6. Februar, 2007
  • Mehrwertsteuer
    • Sie steigt von 16% auf 19%. Der ermäßigte Umsatzstezersatz von 7% bleibt davon unberührt.
  • Pendlerpauschale
    • Für Fahrten mit Auto oder ÖPNV können nun erst ab dem 21. Kilometer € 0,30 pro Kilometer abgerechnet werden. Wer ÖPNV nutzt, bekommt eine maximale Entfernungspauschale von € 4.500,–.
  • Sparerfreibetrag
    • Senkung von € 1.370,– auf € 750,– für Ledige und von € 2.740,– auf € 1.500,– für Verheiratete.
  • “Reichensteuer”
    • Sie wurde um drei Prozentpunkte auf nun 45% erhöht und grefit ab einem Jahreseinkommen von € 250.000,– bei Ledigen und ab € 500.000,– bei Verheirateten.
  • Arbeitszimmer
    • Das Arbeitszimmer ist nur noch steuerlich geltend zu machen, wenn es Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist (>50%).
  • Beitragssätze
    • Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird um 2,3% auf nun 4,2% gesenkt.
    • In der gesetzlichen Rentenversicherung wird der Beitragssatz von 19,5% auf 19,9% erhöht.
  • Elterngeld
    • Alle ab den 1. Januar 2007 geborenen Kinder erhalten die Eltern 67% des bisherigen Nettoeinkommens des aus dem Job gehenden Partners, jedoch maximal € 1.800,–.
    • Mit zwei zusätzlichen Partnermonaten sollen vor allem Väter motiviert werden Elternzeit zu nehmen.
    • Alleinerziehende mit vollen Sorgerecht erhalten 14 Monate Elterngeld.
    • Voraussetzung für eine Elternzeit ist, dass die Berufstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbrochen wird oder auf maximal 30 Stunden/Woche gesenkt wird.
    • Für Arbeitslose und Geringverdiener gibt es ein Mindesterleterngeld von € 300,–.
  • Kindergeld
    • Ab Geburtsjahr 1983 werden Kindergeld sowie Kinderfreibeträge nur noch bis zum 25. Geburtstag gewährt, statt bisher bis zum 27..
  • Energiesparen
    • Kommunen und gemeinnützige Organisationen können von der Kreditanstalt für Wiederaufbau verbilligte Kredite für die Gebäudesanierung erhalten.
  • Biokraftstoff
    • Die Mineralölwirtschaft wurde verpflichtet bis 2010 mindestens 6% Biokraftstoff zu vertreiben. DAzu enthalten gewöhnliche KRaftstoffe wie Benzin und Diesel ab dem 1. Januar eine Beimischung von Biokraftstoffen, welche nun auch voll besteuert werden.
  • Register
    • Die Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister werden auf elektronischen Betrieb umgestellt und akzeptieren Unterlagen nun auch nur noch elektronisch. Es gibt bis 2009 ÜBergangsfristen.
  • Arbeitslose
    • Regelung für Vermittlungsgutscheine wird verlängert
    • So werden vom Arbeitslosen eingeschaltete private Vermittler vergütet, wenn eine sozialversicherungspflichtige Anstellung vermittelt wurde.
    • Langzeitarbeitslosen, die eine zumutbare Stelle abweisen, werden erst 30%, dann 60% und schließlich 100% des ALGII gestrichen.
  • Ärztliche Versorgung
    • Um Versorgungsengpässe in der ambulanten Versorgung zu beheben werden besonders in unterversorgten Regionen die Altersgrenzen für Kassenärzte (bisher 55 Jahre) und das Höchstalter (bisher 65 Jahre) aufgehoben.
    • Das Lohnniveau wird in Ostdeutschland an westliche Verhältnisse angeglichen.
    • Außerdem können Ärzte nun sowohl im Krankenhaus als auch in eigener Praxis tätig sein.
  • Jugendschutz
    • Um Zigaretten an öffentlich zugänglichen Automaten zu erhalten muss man sich seit Januar mit einer EC-Karte mit Geldkartenfunktion authentifizieren.
    • Man kann weiterhin mit Bargeld bezahlen, es soll lediglich sichergestellt sein, dass der Käufer mind. 16 Jahre alt ist.
  • Altfahrzeuge
    • Pkw-Hersteller/-importeure müssen Fahrzeuge vom letzten Halter auch kostenlose zurücknehmen, wenn diese vor dem 1. Juli 2002 auf den Markt gekommen sind.
  • Maut
    • Lkw ab 12t müssen künftig auch auf folgenden Bundesstraßen Maut bezahlen:
    • B75
    • B4
    • B9
  • EU-Erweiterung
    • Bulgarien und Rumänien sind dabei!
    • Das macht 29 Millionen EU-Bürger mehr -> 485 Millionen Menschen.