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Archiv des Monats Januar, 2006

Tote Pferde

21. Januar, 2006

“Wenn Du entdeckst, daß Du ein totes Pferd reitest, steig ab.”

Doch im Berufsleben wird sich oft an anderen Strategien probiert,
nach denen wir in dieser Situation handeln:

  1. Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
  2. Wir wechseln die Reiter.
  3. Wir sagen: “So haben wir das Pferd doch immer geritten.”
  4. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  5. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  6. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  7. Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
  8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen.
  9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
  10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob ein Pferd tot ist.
  11. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
  12. Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  13. Wir erklären: “Kein Pferd kann so tot sein, daß man es nicht noch schlagen könnte.”
  14. Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des Pferdes zu erhöhen.
  15. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt.
  16. Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen läßt.
  17. Wir erklären, daß unser Pferd “besser, schneller und billiger” tot ist.
  18. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
  19. Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für Pferde.
  20. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

Gefunden als E-Mail, Urheber unbekannt, möchte sich bitte melden :-)

Datenträgervernichtung

9. Januar, 2006

Heute besuchte uns mal wieder der Datenvernichtungs-Service-Truck.
Eine Art Müllwagen in dem Papiere und wichtige Dokumente direkt vor Ort vernichtet werden können.

Heute wurden die großen Sicherheitstonnen von einem ebenso großen (also kleinen) Herren zum Lkw bewegt. Dabei fuhr er mich im Flur fast um.
Nur durch einen beherztes Ausweichen in ein anliegenden Büroraum konnte ich einem Dienstunfall knapp entgehen. :shock:

Mit zwei Tonnen im Schlepptau konnte er bei seiner Körpergröße leider nicht so recht über den Tonnenrand schauen. :rofl:

Allgemeines Block-Element DIV

5. Januar, 2006

Heute war großer Strukturtag.
Es galt ein Photoshop-Layout in HTML umzusetzen.
Arbeitsauftrag: DIV statt Tabellen.

Der Vorgang gestaltete sich nicht weiter schwierig, da ich routiniert mit CSS arbeiten kann und die Macken der verschiedenen Browser- / Betriebssystem-Kombinationen kenne.

Das Layout war fertig, lediglich an einem Abstand, den ich einem meiner DIV-Elemente mit auf den Weg gegeben habe, fand man Anstoß.

Das Problem:
Über CSS-Styles angewiesener Abstand (margin) zwischen einem DIV-Block und einem darunterliegenden GIF hat auf PC-IE keine Auswirkung.
Auf PC-FF sowie MAC-Safari, MAC-FF und MAC-Mozilla gibt es hingegen keine Probleme.

Erster Lösungsansatz:
Ein global definiertes Abstands-DIV anstelle der margin-Definition verwenden.
Prämisse: Das Abstands-DIV ist global definiert und kann nicht geändert werden

Erster Lösungsansatz verfällt,
weil Ursache:
Die DIVs vor dem GIF stehen im float um sie inline auszurichten, sodass sie nicht umbrechen.
Das darauf folgende DIV müsste ein clearing gesetzt haben um das floating zu brechen, sodass das Abstands-DIV wieder als Blockelement dargestellt wird.
Diese Umklassifizierung kann jedoch aufgrund der globalisierung des Abstands-DIVs nicht vorgenommen werden.

Daher verschwindet der Abstand des DIVs inline neben den anderen DIVs.

Die Lösung:
Ein Clearing-DIV zu setzen ist Platzverschwendung, dann könnte man den Abstand ja direkt hart im Code implementieren, wohin der Ansatz dann auch ging.

Jedoch kam dann “von oben” die Entscheidung, doch lieber alles mit Tabellen zu machen.
Schade, denn gerade war das Layout echt plattformunabhängig und dazu noch suchmaschinenfreundlich. :-(

Reguläre Ausdrücke bauen und Zeit sparen

2. Januar, 2006

Meine derzeitige Arbeit ist eine reine Fleißarbeit.
Grafiken komplex in HTML vermappen.

Dank übereifriger Software brauche ich nur mit der Maus den Bereich anzugeben und den Link einzutippen. Die Koordinaten werden von der Software erstellt und im Code abgelegt; sehr bequem im Vergleich zu früher.

Doch leider wird die Seite später schwer gescriptet sein, so müssen allerlei OnMouseOver- und OnmouseOut-Effekte mit in die Imagemap rein.
Inklusive der entsprechenden HREF-IDs.

Die IDs müssen an drei Stellen im Code eingefügt werden.
Einmal im HREF direkt, dann ein MouseOver und ein MouseOut.
IM HREF gebe ich Sie beim Anlegen der ImageMap an, die anderen beiden habe ich sonst nachträglich editiert.

Da ich diese Prozedur pro Grafik drei mal mache und es 14 Imagemaps zu erstellen gilt käme ich auf 42 C&P-Vorgänge.
Es gibt insgesamt 441 Links.
42 * 441 = 18.522 C&Ps.

Das ist mir zu viel und als Informatiker weiß man sich da auch gut zu helfen.
Ich gebe die JavaScript-IDs nun lediglich einmal beim Erstellen der Links im HREF an, den Rest erledigt ein regulärer Ausdruck für mich.

Ich suche nach:
javascript\:loadSeite\((.*?)\);"

Und ersetze ihn mit:
javascript:loadSeite($1);" onMouseover="this.P_TITLE=tt_border[$1]; return escape(tt_text[$1]);"

Effektiv sucht die RegExp nach javascript:loadSeite(32);"
In den Klammern steht die ID, hier 32, diese fange ich mit (.*?) ein.
Mit $1 gebe ich die ID an entsprechender Stelle wieder aus.

Den regulären Ausdruck zusammenzustellen hat mich 20 Minuten gekostet, dafür spare ich nun 12 mal zwei C&P-Vorgänge (einer dauert etwa 10 Minuten) :-D

Weitergehende Informationen über Reguläre Ausdrücke finden sich im Wikipedia/Regulärer Ausdruck
Zum gefahrlosen Testen empfiehlt sich der RegExp-Evaluator.

Und wer sich wirklich dafür interessiert, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen:
Reguläre Ausdrücke kurz & gut