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Heute ein sehr wichtiges Meeting gehabt.
Die Ergebnisse einer ganzen Woche Entwurfsarbeit von immerhin sechs Leuten (ich war auch dabei
!) wurden dem Bereichsleiter präsentiert.
Viele Bilder geguckt, mäßig geredet, aber ein wichtiges Fazit gezogen:
Merke: Gestaltung bedingt Konzeption
Ohne Konzeption ist keine produktive Gestaltung möglich.
Jeder noch so kleine Entwurf trägt unbewusst zur Konzeption bei.
…weil man zu große Dateien speichert,
so funktioniert immernoch der Browser:
Taxifahren
Ich gehe in die Mittagspause.
Zu dem Zeitpunkt ist noch alles normal.
Als ich wiederkam, hätten eigentlich alle anderen zu Tisch sein müssen, doch die wuselten aufgeregt durch das Büro und schleppten Monitore und Computergehäuse von hier nach da und dort nach hier.
Verwirrt blieb ich einige Zeit in der Tür stehen und beobachtete das Geschehen – ließ meinen Blick durch den Raum schweifen – und verharrte: an meinem Arbeitsplatz!
Mein mit so viel Liebe und Ordnung eingerichteter Schreibtisch war völlig auseinandergepflückt. Der Recher war offen und lag unmotiviert und abgeschaltet auf dem Boden (hatte ich meine Daten gesichtert, bevor ich ging?), der Monitor fehlte.
Die Erklärung:
Switches.
KVM-Switches für alle!
Naja, fast…denn DVI-Standard heißt nicht standardisiertes DVI.
So wurden bunt alle Monitore an den verschiedenen Switches ausprobiert und dazu die gesamte Abteilung lahm gelegt.
Also, stand der Dinge:
Ich habe nun einen unscharfen 21″-Röhrenmonitor-Boliden auf dem Schreibtisch, statt meinem liebgewonnenen 23″-Apple Cinema Display – und keinen Switch.
Bin ja auch nur Azubi, mit denen kann man es ja auch machen
Wie auf dem Pullovermarkt sieht es zur Zeit im Büro des Portalleiters aus.
Meterhoch stapeln sich dort Kisten mit Fernsehern, DVD-Playern (-Rekordern), MP3-Playern und Stereoanlagen.
Die Nachfrage, ob er jetzt ins Speditionsgeschäft einsteigen wolle verneinte er mit dem Hinweis auf das weihnachtliche Firmengewinnspiel.
Au fein! Ein Gewinnspiel!
Aber nicht für die Mitarbeiter, sondern für die Kunden ![]()
…naja, auch gut; sichert sowas doch den Arbeitsplatz.
Heute großer Aushang am schwarzen Brett:
9. November: Tag des Mausefalle!
Damit sollte eigentlich auf den Tag des Mauerfalls vor 16 Jahren hingewiesen werden, allerdings hat die Rechtschreibkorrektur von MS Word etwas übereifrig verbessert.
An dieser Stelle die Klarstellung:
9. November: Tag des Mauerfalls!
Für den Geburtstag eines Kollegen erhielt ich den Auftrag eine Geburtstagskarte anzufertigen. Mit allem Pipapo, nur nicht zu teuer aufwendig.
Also fix eine hübsche Karte im CI der Firma gestaltet, auf dem vorhanden Laserdrucker ausgedruckt und am Empfang nach einer Schneidemaschine für den sauberen Zuschnitt gefragt.
Der Dialog lief über mehrere Tage wie folgt ab:
Sie: “Ja, die ist gerade bei George, dem nimmst Du die für sowas jetzt besser nicht weg!” ![]()
Ich: “Ok, dann komme ich später nochmal vorbei.”
Sie: “Besser Morgen.”
Ich: “Auch gut, bis dann.”
Sodann, am nächsten Tag:
Ich: “Ist die Schneidemaschine wieder hier?”
Sie: “Welche Schneidemaschine?”
Ich: “Na die, zum sauberen Schneiden von Papier.
Mit diesem Hebel.”
Sie: “Achso, nein, die hat noch George.”
Ich: “Weißt Du, wie lange er sie noch braucht?”
Sie: “Versuch’s morgen nochmal.”
Ich: “Ok, mach ich.”
Sodann am nächsten Tag:
Ich: “Guten Morgen, ist die Schneidemaschine da?”
Sie: “Welche Schneidemaschine?”
Ich: “Ohje, na die zum Schneiden von Papier.”
Sie: “Hier, nimm ‘ne Schere” Kollegin reicht Schere rüber
Ich: “Äh, ich müsste etwas sauber und gerade zuschneiden.
Da bräuchte ich schon die Schneidemaschine.
Gestern war sie noch bei George aber Du meintest, sie sei heute evtl. wieder hier.”
Sie: “Achso, die Schneidemaschine! Ja, die ist bei George, aber schon immer. Frag’ ihn doch einfach mal.”
Ich: “Ahja, danke.
Mache ich; in welchem Büro sitzt er denn?”
Sie: “In Büro 04.125, aber schneide bitte da, die ist scharf!Ich meine, die ist wirklich scharf, da ist schnell mal der Finger ab, wenn Du die hier erst durch die Firma schleppst.”
Ich: “Gut, ich passe auf.”
Ich trabe also in Erwartung einer monströsen, schweren und messerscharfen Schneidemaschine in das Büro von George – und was finde ich vor?
Eine aus Plastik Kunststoff gefertigte Hebelmaschine im Format 20×30 cm und einer eckigen Klinge, mit der man eine Fliege höchstens zerquetschen könnte.
Und dafür jetzt die ganze Aufregung *seufz*